Buchcover selbst gestalten – Tipps für Selfpublisher

 

Drei Dinge beeinflussen den Leser, ein Buch zu kaufen:

  1. das Thema / der Inhalt (logischerweise)
  2. der Preis
  3. das Cover

Wir lassen uns nun mal gerne von Äußerlichkeiten beeinflussen … wenn ein Produkt nicht attraktiv verpackt ist, wird es nicht gekauft. Das gleiche gilt für Bücher. Wenn das Cover mich nicht anspricht oder unprofessionell aussieht, schließe ich darauf auf den Inhalt und kaufe ein anderes. So einfach ist das. Ein schön gestaltetes Cover ist also Gold wert. Die Frage ist nun, bezahle ich dafür auch mit Gold oder mache ich mich selbst an die Arbeit? Bei vielen Books-on-Demand-Anbietern kannst du ein Standard-Buchcover gestalten lassen. Alternativ gibt es viele Buchdesigner, die dir ein individuelles Cover nach deinen Wünschen erstellen (z.B. www.bookdesigns.de, einfache Cover mit Foto bereits ab 80.- Euro info@bookdesigns.de).

Für die Selfpublisher unter euch, die das Buchcover selbst erstellen möchten, habe ich hier 10 Tipps zusammengestellt:

  1. Bevor du loslegst, schau dir an, wie die Profis es machen. Hol dir Inspiration im Buchhandel, bei Amazon oder generell im Netz (buchcover.com, bookcoverarchive.com). Es gibt gute und schlecht gestaltete Buchcover … verlasse dich einfach auf deinen persönlichen Geschmack: Welche Bücher erlangen deine Aufmerksamkeit und warum? Gibt es Ähnlichkeiten im Design?
  2. Überlege dir, mit welcher Software du das Cover gestalten willst und kannst. Musst du dir diese Software erst anschaffen und dich einarbeiten (Zeitaufwand!) oder bist du z.B. bereits Photoshop-Profi? Es gibt Gratisprogramme, wie z.B. Gimp, die du mit Youtube-Videoanleitungen leicht selbst lernen kannst und es gibt professionelle Programme, wie zum Beispiel Photoshop.  (weitere Programme siehe „Hilfsmittel“)
  3. Mache dir Gedanken, was die Kernaussage deines Covers sein soll. Der Leser sollte mit einem Blick erkennen, welches Genre dein Buch hat und worum es im Groben geht. Titel und Bild sollten zusammenpassen und sich gegenseitig verstärken.
  4. Schreibe den Titel in großer, gut lesbarer Schrift. Wie groß ist groß genug? Verkleinere das Cover auf 33 % (auf Thumbnailgrösse der Amazon-Buchtitel) und wenn du den Titel immer noch gut lesen kannst, ist er groß genug …
  5. Vermeide weißen Hintergrund. Es gibt durchaus schöne weiße Bücher – wenn du dein Buch jedoch hauptsächlich über das Internet vermarktest, bedenke, dass sich weiße Bücher nicht unbedingt gut vom weißen Bildschirmhintergrund abheben. Mit Farben und strukturierten Hintergründen erzielst du mehr Aufmerksamkeit.
  6. Vermeide zu viele Elemente auf dem Cover. Arbeite stattdessen lieber mit einem großen Element, einem einzelnen Foto o.ä.
  7. Verwende ein zum Thema passendes Foto oder Element. Schöne Fotos für dein Cover findest du z.B. bei Fotolia.deDreamstime.comistockphotos.com. In der Regel reicht die Standardlizenz für ein Buchcover. Achte nur darauf, dass du es in der richtigen Größe herunterlädst (300 ppi für den Druck bzw. 72ppi für Ebooks)
  8. Vernachlässige auf keinen Fall das Backcover! Das Buchcover erweckt zwar die Aufmerksamkeit, aber wenn der Leser das Buch in die Hand nimmt, verweilt er länger auf der Rückseite, um die kurze Inhaltsangabe zu lesen.
  9. Benutze vorzugsweise nur maximal 2-3 verschiedene Farben auf deinem Cover. Das gleiche gilt für die Schriftarten und -größen.
  10. Zu einem professionellen Cover gehört nicht nur eine gute Gestaltung, auch die Verpackung muss stimmen: Achte auf die Druckbestimmungen des Verlages: Anschnitt, Farbprofile, Format etc. (für den Druck ist es empfehlenswert die Schrift in Pfade umzuwandeln)

Dein Coverdesign ist ebenso wichtig wie der Inhalt deines Buches. Wenn du also planst, tausende Bücher zu verkaufen, lohnt es sich definitiv in ein gutes Cover zu investieren. Also an die Arbeit ;-)!

 

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *